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Ein Besuch in Lübeck

Vor Kurzem war ich in Norddeutschland und habe unter anderem einen halben Tag in Lübeck verbracht. Leider hatte ich wenig Zeit und konnte nur ein paar der wichtigsten Sehenswürdigkeiten anschauen.

Das Holstentor gilt ja als Wahrzeichen Lübecks, aber die wenigsten wissen, dass es darin auch ein Museum gibt. Ich empfehle es Leuten, die einen kurzen Einblick in die Geschichte der Stadt bekommen wollen, ohne viel Zeit zu investieren. Mit 7 Euro ist der Eintrittspreis moderat, auf jeden Fall günstiger als im Europäischen Hansemuseum (derzeit 12,50 Euro, ermäßigt 11 Euro). Außerdem liegt das Museum Holstentor in der Nähe des Hauptbahnhofs, sodass Bahnreisende es nicht weit haben.

holstentor_klein

Es gibt dort neun Themenräume zu folgenden Themen:

  • Fernhandel
  • Das Holstentor – Wehrbau und Symbol
  • Der Schutz der Stadt
  • Die Schifffahrt (zwei Räume)
  • Stadtmodell Lübeck
  • Der Markt
  • Rechtsinstrumente
  • Museumspädagogischer Raum

Das Museum ist nicht barrierefrei, es gibt viele Treppen, die die einzelnen Räume verbinden. Durch den Aufbau des Holstentors mit zwei Türmen und dem Mittelteil ergibt sich eine interessante Raumaufteilung, die auf mich zunächst etwas verwirrend wirkte. Aber da alles gut ausgeschildert ist, war es kein Problem, sich zurechtzufiinden.

Marktplatz und Rathaus in Lübeck
Marktplatz und Rathaus in Lübeck

Danach bin ich weiter Richtung Alstadt über den Markt und am Rathaus vorbeigegangen, dann die Breite Straße entlang und immer weiter Richtung Norden bis zum Europäischen Hansemuseum. Eigentlich wollte ich dieses Museum besuchen, aber die knappe Zeit, wodurch sich der Eintrittspreis auch nicht gelohnt hätte, hielt mich davon ab. Das Europäische Hansemuseum wurde erst im Mai 2015 eröffnet und soll sehr empfehlenswert sein. Besonders die archäologische Grabungsstätte zur frühesten Besiedlung Lübecks hätte mich interessiert. Vielleicht schaffe ich es ein anderes Mal.

Stattdessen habe ich mir das Burgkloster von außen angesehen. Wer die Gebäude betreten möchte, muss den Eintritt im Hansemuseum bezahlen. Es ist auch möglich, für 7 Euro (statt 12,50 Euro) nur das Burgkloster zu besichtigen. Interessant fand ich, wie auf dem Gelände des Burgklosters die verschiedenen Epochen in der Bebauuung durch die Bodengestaltung sichtbar gemacht wurden. So zeigen strahlenförmig angelegte Betonstreifen die Mauern der Einzelspazieranlage im ehemaligen Gefängnishofs an. Zuvor befanden sich dort unter anderem der Priesterhof und mehrere Armenhäuser.

Beichthaus des Burgklosters
Beichthaus des Burgklosters
Heiligen-Geist-Hospital
Heiligen-Geist-Hospital

Nach dem Besuch des Burgklosters spazierte ich weiter zum Burgtor und von dort wieder in die Alstadt hinein. Auf der linken Seite trifft man nach einer Weile auf das 1286 erbaute Heiligen-Geist-Hospital. Spontan folge ich einer Touristengruppe, die dort gerade hineinging. Dort erfuhr ich, dass dieses Hospital eines von nur wenigen ist, die von einer weltlichen Institution gegründet wurden. Noch bis 1970 diente es als Altenheim.

Damit war mein Lübeck-Besuch vorerst beendet, da ich rechtzeitig meinen Zug nach Hamburg erreichen musste. Ich werde sicher nicht zum letzten Mal in Lübeck gewesen sein und hoffe, dass ich mir irgendwann auch noch das Europäische Hansemuseum ansehen kann.

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