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Mit dem Begriff Minne wird heute meist die höfische Liebe (hôhe minne) bezeichnet, die in zahlreichen Minneliedern besungene, unerfüllte Sehnsucht eines Ritters nach der unerreichbaren Dame (vrouwe). Im Mittelalter hingegen wurde nicht nur die höfische Liebe minne genannt, sondern der Begriff umfasste verschiedene Phänomene der Zuneigung, von oberflächlicher Freundlichkeit bis zu religiöser Ekstase. ...weiterlesen "Wortgeschichte(n): Minne und Liebe"

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Einige Redewendungen im Deutschen wie mit Kind und Kegel oder mit Haut und Haar sind stabreimende Formeln. Stabreime (Alliterationen) wurden gern bei der Bildung von Redensarten genutzt, und das nicht nur in germanischer Zeit, als der Stabreim ein Bestandteil der Dichtkunst war, sondern auch noch im Mittelalter und in der Neuzeit.

Mit Kind und Kegel bedeutet „mit der ganzen Familie“. Kegel steht dabei für „uneheliches Kind“, die ganze Redewendung heißt dann also „mit ehelichen und unehelichen Kindern“. ...weiterlesen "Redewendungen aus dem Mittelalter: Stabreimende Formeln"

Über die mittelhochdeutsche Sprache habe ich bereits einiges geschrieben. In diesem Artikel möchte ich dir ein paar Tipps geben, wie du selbst Mittelhochdeutsch lernen kannst, z.B. weil du es im Studium musst oder dich einfach dafür interessierst. ...weiterlesen "Mittelhochdeutsch lernen"

Nach anerkannter Forschungsmeinung bedeutet der Name Würzburg im Germanischen "Stadt der (Bier-)Würze". Möglicherweise stecken darin keltische Wurzeln.

Bevor ich dieser These nachgehe, möchte ich darstellen, was über den Namen Würzburg allgemein bekannt ist. Weiter unten werde ich mich mit den (meiner Ansicht nach recht plausiblen) Überlegungen von Erika Timm auseinandersetzen, die den Namen Würzburg auf einen keltischen Ursprung zurückführt. Dabei sind die archäologischen Quellen durchaus mit ihrer These vereinbar, auch wenn dies noch keinen Beweis darstellt.

Die erste urkundliche Erwähnung des Namens Würzburg

Der Name Würzburg ist seit dem frühen Mittelalter belegt. Am 1. Mai 704 stellte Herzog Hetan II. anlässlich einer Schenkung von thüringischen Gütern an den heiligen Willibrord eine Urkunde „in castello Virteburh“ aus. Mit dem castellum ist die Befestigungsanlage gemeint, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem links des Mains gelegenen Berg (heute Marienberg) befand ...weiterlesen "Der Name Würzburg"

Der Anfang des Nibelungenliedes in Manuskript C, um 1220-1250
Der Anfang des Nibelungenliedes in Manuskript C, um 1220-1250

Uns ist in alten mæren wunders vil geseit
von helden lobebæren, von grôzer arebeit,
von freuden, hôchgezîten, von weinen und von klagen,
von küener recken strîten muget ir nu wunder hœren sagen.

Diese mittelhochdeutschen (mhd.) Zeilen stammen aus dem Nibelungenlied und wirken auf den ersten Blick wie eine Fremdsprache, obwohl manche Wörter dir sicher bekannt vorkommen. ...weiterlesen "Mittelhochdeutsch – die Sprache des Hochmittelalters"

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