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Neulich habe ich in einem Buch über Franz Kafka und das Jüdische in seinem Werk geblättert und bin dabei zufällig auf ein Thema aufmerksam geworden, das zum Mittelalter passt: Die mittelalterliche Kabbala wurde vom Neuplatonismus beeinflusst, an der sich auch christliche Philosophen wie Thomas von Aquin orientierten. Es besteht also keine große Kluft zwischen beiden Religionen, sondern sie waren im Mittelalter den gleichen Einflüssen ausgesetzt.

Ein zentraler Grundgedanke der Kabbala ist der Glaube von der Einheit allen Seins. Die sichtbare Welt ist mit den unsichtbaren Welten des Göttlichen und Himmlischen […] in einer einzigen Kette des Seins verbunden, nämlich durch den Fluß der Emanation des göttlichen Lichtes und Lebens, das alle Welten hervorgebracht hat und sie erhält.

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Die Nacht wirkte im Mittelalter sehr viel eindrucksvoller auf die Menschen als heute, wo elektrische Beleuchtung allgegenwärtig ist. In unserer Zeit ist es nachts in den Städten so hell, dass es kaum möglich ist, den Sternenhimmel zu beobachten – im Mittelalter hingegen herrschte in der Nacht noch wirklich Dunkelheit. Die Landschaft war viel dünner besiedelt als heute und zu einem großen Teil mit Wald bedeckt. Licht in Form von Kerzen, Öllampen, Kienspänen, dem Herdfeuer etc. beleuchtete nur einen kleinen Bereich, kostete Geld und war mit Brandgefahr verbunden. Die Dunkelheit der Nacht erschien den Menschen deshalb undurchdringlich und bedrohlich. ...weiterlesen "Die Nacht im Mittelalter"

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