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Bereits zur Zeit der Karolinger entstand eine gesellschaftliche Differenzierung zwischen Bauern und Kriegern. Ein berittenes Kriegertum entwickelte sich als adlige Oberschicht. Seit dem 12. Jahrhundert rückten in diese Oberschicht auch die unfreien Ministerialen auf. Zur gleichen Zeit entstand das Rittertum mit seiner höfisch-ritterlichen Kultur. Seine Blütezeit erlebte das Rittertum im 12. und 13. Jahrhundert.

Der Ritter als Krieger

Der Ritter war ein Berufskrieger. Um seinen Beruf auszuüben, benötigte er eine bestimmte Ausrüstung. Diese bestand hauptsächlich aus Schwert, Lanze, Helm, Kettenhemd und Schild. Das Kettenhemd entwickelte sich etwa ab 1150 weiter zum Plattenpanzer und im Spätmittelalter zum Plattenharnisch. ...weiterlesen "Das Rittertum im Mittelalter"

Die Forschung zum Lehnswesen im Mittelalter begann im 19. Jahrhundert und wurde im 20. Jahrhundert ergänzt, ohne bahnbrechende Änderungen der Theorie. Seit den 90er-Jahren wurde die klassische Ansicht über das Lehnswesen jedoch grundlegend infrage gestellt.

Im Folgenden orientiere ich mich überwiegend an dem Buch Das Lehnswesen von Steffen Patzold. Er fasst darin die Kritik verschiedener Historiker am Lehnswesen zusammen und setzt sich mit den unterschiedlichen Ausprägungen des Lehnswesens in Europa im Mittelalter auseinander. ...weiterlesen "Kritik am klassischen Modell des Lehnswesens in der modernen Forschung"

Minnesang ist eine Form der Liebeslyrik, die im hohen Mittelalter gepflegt und von Sängern mündlich vorgetragen wurde. Es handelt sich um eine literarische Ausdrucksform des Adels. Die Zeit des Minnesangs dauerte ungefähr von 1150-1300.

Das Publikum der Minnesänger war adlig. Die Lieder wurden meist bei Hofe vorgetragen. Die Sänger selbst stammten aus allen sozialen Schichten. Mitglieder des Hochadels sind als Autoren bezeugt, wie Kaiser Heinrich oder der Markgraf Otto von Brandenburg. Viele Dichter von Minneliedern waren, Ministerialen ...weiterlesen "Der Minnesang im Mittelalter"

Das Lehnswesen entstand (aus klassischer Sicht) im 8. Jahrhundert im Frankenreich. Das Lehnswesen setzte sich aus zwei Komponenten zusammen: einer personalen und einer dinglichen. Die personale Komponente wird Vasallität genannt und die dingliche Lehen.

Die Vasallität war im Mittelalter ein Vertrag zwischen zwei freien (d.h. rechtsfähigen) Personen, einem Herrn und einem Vasallen. Der Vertrag führte zu gegenseitigen Verpflichtungen. Herr und Vasall waren einander zur Treue verpflichtet. ...weiterlesen "Das Lehnswesen im Mittelalter"

Die Wikinger waren nicht nur Piraten, sondern sie betrieben auch Handel. Im 8. und 9. Jahrhundert entstanden in Skandinavien bedeutende Handelsplätze an verkehrsgünstig gelegenen Orten. Die wichtigsten waren Birka in Schweden, Kaupang in Norwegen und Haithabu in Dänemark. Von dort wurden Pelze, Daunen, Wachs, Honig, Walrosszähne und Sklaven exportiert. Die Wikinger selbst interessierten sich vor allem für Luxuswaren, die es im Norden nicht gab, wie Brokat aus Byzanz, Wollstoffe aus Friesland, Seide aus China, Wein aus dem Rheinland, Glas und Edelmetalle aus Franken. Ihre Handelsbeziehungen reichten weit, unter anderem nach Arabien und ins maurische Spanien. ...weiterlesen "Die Wikinger als Händler im südlichen Ostseeraum"

Der Anfang des Nibelungenliedes in Manuskript C, um 1220-1250
Der Anfang des Nibelungenliedes in Manuskript C, um 1220-1250

Uns ist in alten mæren wunders vil geseit
von helden lobebæren, von grôzer arebeit,
von freuden, hôchgezîten, von weinen und von klagen,
von küener recken strîten muget ir nu wunder hœren sagen.

Diese mittelhochdeutschen (mhd.) Zeilen stammen aus dem Nibelungenlied und wirken auf den ersten Blick wie eine Fremdsprache, obwohl manche Wörter dir sicher bekannt vorkommen. ...weiterlesen "Mittelhochdeutsch – die Sprache des Hochmittelalters"

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